Bislang wurde Cybermobbing vor allem als ein Problem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen...
(Pressemeldung von Weißer Ring)Das Internet vergisst nichts: Werden erst einmal verunglimpfende Bilder und fiese Beleidigungen über eine bestimmte Person im Internet verbreitet, ist es schwer, alle Inhalte endgültig zu löschen. Deswegen sollte man sich im Internet grundsätzlich vorsichtig bewegen. Insbesondere wenn man in Sozialen Netzwerken aktiv ist, sollten nicht zu viele persönliche Daten für jedermann zugänglich sein. Der WEISSE RING bietet eine hilfreiche Broschüre zur Thematik an, die auch bestellt werden kann.
Beim Cybermobbing können die Täter(innen) rund um die Uhr aktiv sein, das heißt, ihre Aktivitäten erfordern keinen direkten Kontakt zum Opfer. Die Täter(innen) finden im Internet zudem ein großes Publikum: Tausende Menschen können die Taten verfolgen, sie kommentieren oder unterstützen. Die veröffentlichten Texte, Fotos oder Videos werden durch andere Personen weiterverbreitet und somit weiteren Menschen zugänglich gemacht. Umfang und Auswirkungen der Veröffentlichungen zum Nachteil des Opfers sind somit weder zu steuern, noch sind sie überschaubar. Da das Internet nichts vergisst, also selbst gelöschte Inhalte immer wieder auftauchen können, ist es möglich, dass das Opfer selbst nach einer Beendigung des Konfliktes mit dem Täter immer wieder mit den Veröffentlichungen konfrontiert wird.
Weiterführende Informationen und Links: www.polizei-beratung.de www.mobbing.seitenstark.de www.saferinternet.at www.nummergegenkummer.de www.jugendschutz.net www.klicksafe.de
Was tun, wenn man im Internet gemobbt wird:
Schutz vor Cybermobbing:
Geben Sie möglichst wenig Daten von sich im Internet preis. Geben Sie in Profilen von Sozialen Netzwerken niemals die vollständige Adresse oder die Handynummer an.
Stellen Sie möglichst wenige Bilder und Videos von sich selbst ins eigene Profil ein.
Beachten Sie beim Anlegen Ihres Profils die Sicherheitseinstellungen für den privaten Bereich.
Geben Sie diesen Privatbereich nicht für jedermann frei. Prüfen Sie stattdessen jede Freundschaftsanfrage. Grundsätzlich sollten Sie nur Ihrem engsten Freundeskreis (also Personen, die Sie auch aus dem realen Leben gut kennen) diesen Bereich zugänglich machen.
Diese Vorsichtsmaßnahmen schützen Sie beispielsweise auch vor Phishing-Attacken oder Schadsoftware.
- ? Beleidigende oder sogar bedrohliche E-Mails dürfen nicht toleriert werden. Kinder und Jugendliche sollten aber nicht direkt auf solche E-Mails oder SMS antworten, sondern Eltern und andere Vertrauenspersonen einbeziehen.
- ? Vertrauen Sie sich Freunden oder Eltern an. Bei Schülern sollte auch die Schule informiert werden.
- ? Bewahren Sie Beweismaterial auf: Speichern Sie die verbreiteten Bilder und beleidigende E-Mails und SMS.
- ? Wenden Sie sich in schwerwiegenden Fällen sofort an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.
- ? Bilder und Videos, die ohne Erlaubnis des darin Gezeigten veröffentlicht werden, sollten immer wieder gelöscht werden. Die Löschung kann über den Netzwerk-Betreiber vorgenommen werden. Auch so genannte Fake-Profile (die andere im Namen des Betroffenen erstellt haben) können so ebenfalls aus dem Netzwerk entfernt werden.
Weiterführende Informationen und Links: www.polizei-beratung.de www.mobbing.seitenstark.de www.saferinternet.at www.nummergegenkummer.de www.jugendschutz.net www.klicksafe.de
Posted: 2011-03-15 11:08:00Author:
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