(Pressemeldung von Diakonie Bayern)
„Das Besondere an der Wii Konsole ist, dass beim Spiel der ganze Körper eingesetzt wird und nicht, wie bislang, nur die Hände und Finger. Die Senioren werden dadurch nicht nur geistig, sondern auch körperlich gefordert und aktiviert. Gleichzeitig erleichtert die Spielsteuerung den alten Menschen den Zugang zu dieser virtuellen Spielwelt, weil sie ihre Spielfigur mit nahezu realistischen Bewegungen lenken,“ beschreibt Professor Elmar Gräßel vom Universitätsklinikum Erlangen die Vorteile. Studien mit anderen Videospielen haben bereits gezeigt, dass sie therapeutische Prozesse positiv beeinflussen können.
Welche langfristigen Folgen das regelmäßige Spiel mit der Wii Konsole haben kann, wollen Diakonie, Nintendo und die Erlanger Forscher möglicherweise in einer Folgestudie untersuchen. Gräßel: „Es ist durchaus denkbar, dass das System nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch zur Förderung der Selbstständigkeit eingesetzt werden kann.“ In den Hofer Einrichtungen steht das Spiel im Rahmen des ergotherapeutischen Regelangebotes auf dem Programm. Denn zunächst gehe es um die Akzeptanz des neuen Mediums. „Wir müssen uns selbstverständlich darauf einstellen, dass alte Menschen zukünftig andere Erwartungen auch an das Freizeitprogramm eines Altenheims haben. Videospiele können da durchaus dazugehören“, sagt Markert. Erste Ergebnisse der Studie, so Markert, will die Diakonie im Spätsommer vorstellen.
Posted: 2009-05-08 09:26:00
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