Die Staatsanwaltschaft Aachen hat Anklage gegen den 58-jährigen ehemaligen DRK-Geschäftsführer Gerhard Herwartz erhoben, berichtete AN-online bereits in der vergangenen Woche.
Meldungen, das Verfahren gegen Herwartz sei eingestellt worden, wies Robert Deller, Oberstaatsanwalt Aachen, auf Anfrage zurück, lediglich das Verfahren gegen den zweiten Geschäftsführer der AWO-GmbH sei mittlerweile eingestellt worden.
Um rund 115.000 Euro soll Herwartz das DRK und zwei Tochtergesellschaften geschädigt haben, wobei allein 73.500 Euro Schaden dadurch entstanden sein sollen, dass Herwartz Zahlungen an ehrenamtliche Vorstandsmitglieder, die „sich in finanziellen Schwierigkeiten befanden“, veranlasst habe, berichtet AN-online.
Durch das Leasen hochwertiger Dienstfahrzeuge, darunter zwei Chevrolet Corvette, die überwiegend privat genutzt worden seien, wäre ein zusätzlicher Schaden in Höhe von rund 41.500 Euro entstanden, heißt es weiter. „Eine dienstliche Notwendigkeit für die Anschaffung derartiger Fahrzeuge bestand“, nach Deller, “nicht.“.
Einige ausgewählte Links zu weiteren Informationen
- AZ-Online (20.08.2008): Jetzt Anklage gegen Ex-DRK-Geschäftsführer
- AN-Online (29.11.2007): Auch der Vorsitzende fuhr ein DRK-Auto
- Kölner Stadt-Anzeiger (27.04.2007): Aachener DRK-Skandal zieht Kreise
- AN-Online (24.04.2007): DRK-Führung war bestens informiert
- Welt-Online (16.03.2007): Rot-Kreuz-Chef hatte drei Autos und drei Gehälter
- AN-Online (16.03.2007): Zehn Jahre lang das DRK geplündert?
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