TIFLIS/BONN 21 August 2008 (care). Die Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg fordert einen "ungehinderten und vollständig freien Zugang zu allen Gebieten in Georgien". Nur so könne "Hilfe für jedermann gewährleistet werden", so CARE-Sprecher Thomas Schwarz, der sich derzeit im Land aufhält.
CARE appelliert an alle Beteiligten, einen "Korridor für Hilfslieferungen" zu ermöglichen. "Wir konnten uns nicht einmal innerhalb der Stadt Gori frei bewegen. Russische Soldaten und Panzer haben uns daran gehindert", so Schwarz. "Von einem Besuch in den Dörfern, die im Kriegsgebiet lagen, war nicht einmal die Rede."
UNO: Bis zu 120.000 Binnenflüchtlinge
Gemeinsam mit der UNO und anderen Hilfswerken war CARE gestern auf Erkundungsmission in Gori und ländlichen Gegenden, die etwa 15 Kilometer südwestlich der Stadt liegen. "Wir kennen aber immer noch nicht die genaue Zahl der Flüchtlinge im Land", so Schwarz. Nach Schätzungen der UNO gibt es bis zu 120.000 Binnenflüchtlinge. Davon seien etwa die Hälfte bei Verwandten und Freunden untergekommen. "Wie es aber auf den Dörfern aussieht, wissen wir nicht, weil wir nicht hinkommen", so der CARE-Sprecher Schwarz.
Hilfe angelaufen
Inzwischen ist die Hilfe angelaufen. So wurden heute in Tiflis, der Hauptstadt Georgiens, Matratzen an Flüchtlinge verteilt. CARE Deutschland-Luxemburg ist eine der international größten Hilfsorganisationen in der georgischen Krise. Mit Unterstützung des Außenministeriums in Berlin kann CARE Hilfe im Wert von 268.000 Euro zur Verfügung stellen. CARE hat bislang Lebensmittel, Hygieneartikel und Trinkwasser an mehr als 8.000 Menschen verteilt und plant, insgesamt 30.000 Menschen zu erreichen.
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